| 25.05.2010 um 00:00:42
Towel Day
Der 25. Mai ist der Towel Day.
Ein Handtuch ist an diesem Tag für jeden Adamsianer Pflicht!
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01.01.2010 um 00:00:00
Der DisOrganizer ist wieder online
Nachdem das SmUP erst mal das Zeitliche gesegnet hat, geht nun endlich dieser Spinoff wieder online...
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24.07.2009 um 12:59:20
Wacht beständig !!
Ich muss schon zugeben, dass ich schon ein klitzekleinwenig den Drang verspüre, mich in diesen "Kongress Jehovas Zeugen" zu schleichen und dann in der Mitte ein Plakat hochzuhalten mit der Aufschrift: "Der Gott des Alten Testaments ist die unangenehmste Gestalt der gesamten Dichtung: eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Kontroll-Freak; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, kinds- und völkermörderischer, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann. (Dawkins)"
Irritierenderweise weist diese meine Fantasie durchaus gewisse Parallelen auf zu jenen Leute, die im Grunde das gleiche tun, bloss dass sie statt des Plakates eine Bombe mitnehmen.
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24.07.2009 um 10:05:53
Wacht beständig !
Wieso kann er, dessen Namen ich nicht nennen darf, es nicht einfach akzeptieren, dass ich nicht an ihn glaube, und stellt ausgerechnet mir vier Kirchen und eine offene Rennbahn direkt vors Bürofenster?
Direkt neben der offenen Rennbahn steht übrigens das Hallenstadion, wo letzte Woche Metallica spielten und heute der "Kongress Jehovas Zeugen" stattfindet.
Sonst stürze ich mich stets auf die Zeugen Jehovas wie Obelix auf die Römer. Attackiere sie mit ausgewählten Bibelzitaten, konfrontiere sie mit haarsträubenden Schlussfolgerungen und ergötze mich an deren Bedauern um meine verlorene Seele. (Okay einmal hätten sie mich fast gehabt, doch nur deshalb, weil sie zu zweit waren und High Heels und wirklich verdammt kurz Röcke trügen.)
Doch als ich mich heute durch Tausende und Abertausende von ihnen drängen musste um zur Arbeit zu kommen, spürte ich das erste Mal wirklich Furcht vor ihnen. Sie waren natürlich tadellos liebenswürdig und sicherlich haben nicht alle von ihnen einen Dachschaden und selbst wenn, dann wären das ohne Zweifel die liebenswürdigsten Dachschäden, die man sich vorstellen kann. Nichtsdestotrotz ist eine solche Ansammlung an manipulierter Verblendung fast schon körperlich spürbar und wirklich beängstigend.
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17.06.2009 um 06:53:14
Prinzipien
Seit Montag sitze ich meine Arbeitszeit im 13. Stock des rechten Sunrise Towers ab. Das Fenster des mir zugeteilten Pultes eröffnet mir die Sicht auf die Offene Rennbahn und vier Kirchen. Vier! Mir! Einem bekennend militanten Atheisten! Und ich darf noch nicht mal das Fenster öffnen um sie mit Lochern und Heftklammerheftern zu bewerfen.
Wie kann es mein Arbeitgeber wagen mir meine in den Menschenrechten und der Schweizer Verfassung garantierten Freiheiten zu verwehren? Ich verlange meine Religionsfreiheit! Ich verlange befreit zu werden von jeglichem religiösen Tand! Zumindest in meinem Blickfeld.
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28.05.2009 um 14:07:22
Die Achse des Bösen
Eine äussere Bedrohung lenkt wunderbar von inneren Unzulänglichkeiten ab und sowohl Wähler als auch Wirtschaft pflegen mit grösster Begeisterung darauf rein zu fallen. Daran wäre an sich nichts auszusetzen, wenn man diesem Taschenspielertrick nur das richtige Format geben würde. Ich lege daher jedem vom Pech verfolgten Staatschef folgenden Rat ans Herz: "Sei kein Dinosaurier! Vergiss den Terror und wende deinen gerechten Zorn den Meteoriten zu! Damit würde mal zur Abwechslung das Gekeife der anderen Länder einem begeisterten Anspornen weichen doch noch viel, viel grössere Waffen zu bauen!"
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11.02.2009 um 23:21:19
Moralisches GPS
Das Zürcher Opernhaus inszenierte am letzten Samstag eine Sexorgie auf der Bühne, angeblich als integralen Bestandteil des Stücks "The Rake’s Progress". In Wien wurde es im November für Jugendliche unter 18 verboten, hier besteht jedoch keine Altersfreigabe. Politiker sind entrüstet, während der Intendant Alexander Pereira eloquent festhält, dass es Alterslimiten brauche, um Kinder und Jugendliche vor Pornographie zu schützen, nicht jedoch vor der Kunst.
Mich beeindruckt, wie sicher er sich der Seite ist, auf welcher er sich befindet.
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08.02.2009 um 17:34:45
Profi- und Laienverbrecher
Im seinem Buch "Denken hilft zwar, nützt aber nichts" schreibt Dan Ariely, dass im Jahr 2004 sich in den USA der finanzielle Schaden durch Raub, Einbruch und Diebstahl auf etwa 16 Milliarden Dollar belief. Die Schäden aus Diebstahl und Betrug am Arbeitsplatz werden dagegen auf rund 600 Milliarden Dollar geschätzt. Hinzu kommen ungefähr 350 Milliarden Dollar an entgangenen Steuern sowie etwa 24 Milliarden Dollar in der Versicherungsbranche, die durch überhöhte Schadensmeldungen erschwindelt wurden. Ariely führt noch ein paar weitere Posten auf, ich will es jedoch damit mal gut sein lassen.
Unter dem Strich heisst das also, dass den 16 Milliarden Dollar, die von Berufsverbrechern erbeutet wurden, mehr als eine Billion Dollar, die von "Laienverbrechern" erschwindelt wurden, (und rund 12 Milliarden, die pro Monat des Jahres 2008 für den Irakkrieg aus dem Fenster geworfen werden) gegenüberstehen.
Zugegeben, das Verhältnis zwischen den Profi- und Laienverbrechern wird wohl wesentlich kleiner sein als 1 zu 50, doch das heisst nicht notgedrungen, dass der Schadensfall pro Ereignis auf der Seite der Laien entsprechend kleiner wäre. Statt mich hier in Spekulationen auszulassen, beschränke ich mich lieber auf ein paar Fragen:
- Wie ist die Höhe des Schadens über die verschiedenen Einkommensstufen verteilt?
- Wie ist die Verteilung des Schadenshöhe innerhalb der gleichen Einkommensstufe?
- Wie sieht das Verhältnis zwischen Profi- und Laienbeuten in anderen Ländern aus?
- In welche Richtung verschiebt es sich, wenn ein Land ärmer ist, und in welche, wenn es reicher ist?
- Und in welche wenn es ärmer, resp. reicher wird?
- Wie sieht das Verhältnis zwischen den Geldern aus, die man in die Verbrechensbekämpfung dieser beiden Sorten investiert?
- Wenn man die die Verbrechensbekämpfung der einen Art mehr investiert, wie wirkt sich das auf die jeweils andere aus?
Okay, eine Spekulation kann ich mir aber doch nicht verkneifen: Wenn wir die Schadensmeldungen korrekt ausfüllen würden, könnten wir eigentlich komplett auf die Verbrechensbekämpfung verzichten, denn wir hätten alle unsere Verluste mehr als wieder wett gemacht. Und der allfällige, darauf folgende Anstieg der Diebstähle könnte man dann mit dem korrekten Ausfüllen der Steuererklärung locker kompensieren.
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01.02.2009 um 16:04:43
One Million Dollar Challenge
James Randi hat schon vor Jahren ein Preisgeld von 1 Million Dollar für den Nachweis paranormaler Fähigkeiten ausgeschrieben – und auf diesem sitzt er noch immer.
Es ist natürlich weitherum bekannt, dass Leute mit paranormalen Fähigkeiten eine höhere Bewusstseinsebene erreicht haben und sie der schnöde Mammon inzwischen kaum mehr aus ihren Höhlen lockt – und auch der Ruhm ist da eher lästig, weil man dann nur die Bude vollgerannt bekommt. Daher werden – kaum überraschend – Leute, die das Rampenlicht suchen, in der Szene eher mit Skepsis betrachtet, weil deren Motive dann zwielichtiger sind und Scharlatanerie nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden kann, wie bei jenen, die daran nichts verdienen, eben weil sie daran nichts verdienen, weil ja ein Phänomen, an dem niemand etwas verdient, selbstredend kein Trick sein kann.
Doch bin ich mir nicht sicher, ob ein wissenschaftlicher Nachweis der Sache als Ganzes wirklich Schaden würde? Ich meine, der „Fähige“ kann sein Kunststück ja mit einem Papiersack über den Kopf gestülpt vorführen und das Preisgeld einer Hilfsorganisation zukommen lassen. Das Geld hätte ihn nicht korrumpiert, seine Kundenliste bliebe überschaubar und die Wissenschaft wäre in ihren Grundfesten erschüttert. Also eine reine Win-Win-Situation.
Oder schmälert es die paranormalen Fähigkeiten in irgendeiner Art und Weise, wenn zu viele Leute an sie glauben? Oder besteht die Gefahr, dass durch den Nachweis der Fähigkeit diese womöglich gänzlich verschwindet? Oder steht vielleicht zu befürchten, dass die Wissenschaft sich dann auflösen und Aspirin nicht mehr wirken würde? Oder besteht das Risiko, dass irgendwelche Ganoven auf den Zug aufspringen würden und so leichtgläubige Menschen zu Schaden kommen könnten?
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27.01.2009 um 10:54:52
Traditionelle Chinesische Medizin
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist doch eine tolle Sache, schliesslich ist sie viele tausend Jahre alt, während deren sie sich stetig entwickeln und verfeinern konnte. Was mir jedoch nicht einleuchtet, ist, weshalb sich die Leute hier nicht mit dem gleichen Enthusiasmus wie zum Beispiel auf die Akupunktur auch auf Tigerhoden, Fledermausflügel, Nashornhörner, Schneeleopardenlebern, Schildkrötenaugen, etc. stürzen? Die schauen ja auf eine genau gleich lange Erfolgsgeschichte innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin zurück - und längst nicht ausschliesslich zur Förderung der männlichen Potenz - und darüber hinaus stellen sie einen essenziellen Bestandteil der ganzheitlichen Medizin dar.
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12.09.2008 um 00:53:42
Ein offenes Buch
Wenn ich mit jemandem sehr vertraut bin, so kann ich doch auch sagen, er sei für mich ein offenes Buch. Nun sind manche Menschen etwas einfacher gestrickt und andere tragen schickere Klamotten. Müsste ich dann nicht viel eher sagen, er sei für mich ein offenes Comic-Heft? Oder eine offene Modezeitschrift?
Diskoflyer- und Autoprospektmenschen werde ich in der Regel kaum so gut kennen lernen, dass sie sich vor mir öffnen würden. Und Unterwäschekatalogfrauen wohl leider auch nicht.
Es wäre natürlich töricht anzunehmen, dass jemand, der für mich ein offenes Kunstbuch ist, demzufolge ein Künstler oder ein Kunstwerk sein müsste, oder einer, der eine offene Felsenmalerei ist, ein Neandertaler. Es geht bei dieser Metapher nicht so sehr um den Inhalt des Mediums als viel mehr um dessen innere Struktur.
Ein Freund, der für mich ein offenes Kochbuch ist, braucht, wie gesagt, weder ein Koch, ein Gourmet oder fett zu sein, sondern vielmehr lässt sich sein Leben am besten mit Metaphern aus der Welt des Kochens beschreiben: Alles, was er macht, tut er nach einem klaren Rezept. Doch er kocht auch nur mit Wasser. Er lässt nichts anbrennen und verbrennt sich doch immer wieder die Finger. Er lässt seine Feinde schmoren, haut sie in die Pfanne und versalzt ihnen die Suppe.
Wenn mir also die Metaphorik eines Malennachzahlenbüchleins, eines Münztelefons oder einer DVD kategorisch fremd ist, so werde ich wohl auch nie die Tiefen von diesen Seelen ergründen können. Und wer keine Piratenschatzkarte zu lesen weiss, wird im Gegenzug mich nie verstehen. Oder war es eine Postkarte aus Entenhausen?
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10.09.2008 um 14:00:30
Fillionen fon Franken
Ich will hiermit keine weitere Web 2.0 Blase zum Platzen bringen, daher empfehle ich diese Frage eher rhetorisch zu verstehen, doch hat jemand von euch schon jemals auf eine Bannerwerbung geklickt? Oder kennt ihr jemanden, dem ihr das zutraut?
Plattformen wie Facebook (möge ihr Pimmel verschrumpeln und abfallen) sind milliardenschwer. Offenbar weil sich da Abermillionen von Leuten drin tummeln und Angaben über sich hinterlassen, die geradezu danach schreien kommerziell missbraucht zu werden. Doch ich lasse mir nichtsdestotrotz die Brüste nicht übers Internet vergrössern und auch das neue Buch von Jamie Oliver kann mir gestohlen bleiben. Ich werde mir keine Nikon kaufen und den neuen Swiffer hab ich schon. Ich kaufe durchaus dieses oder jenes auch mal übers Internet, jedoch in der Regel nur über Anbieter, denen ich halbwegs vertrauen zu können glaube. Werbung klicke ich jedoch nie an.
Nun gut, wenn Florian Flückiger sich nun für etliche Fillionen Franken Facebook unter den Nagel reisst (möge sein Pimmel verschrumpeln und abfallen), dann weiss er von mir, dass ich auf Science Fiction, Fotografie, Atheismus und eine ungerade Anzahl Brüste stehe. Er weiss womöglich auch, dass ich mir auf Youtube 17 Mal Schnappi angesehen habe und bei den Songs von Jennifer Lopez mit den Hintern mitwackle. Doch woran will er an mir verdienen? Nun gut, ich werde ihm gern monatlich 30 Rappen dafür zahlen, dass er meinem Arbeitgeber, den er ja auch kennt, nicht verrät, dass ich nackige Bilder von mir ins Web stelle, was der andererseits schon längst weiss, und weitere 70 Rappen, dass er ihm stattdessen zuspielt, dass ich auch in meiner Freizeit arbeitsbezogene Internetseiten konzentriert studiere. Aber darauf lässt sich doch kein Imperium aufbauen.
Das wäre ja genau so, also ob man Wohnungen an der Autobahn ganz besonders teuer vermieten möchte. Okay, es besteht schon die Chance, dass mal einer von der Fahrbahn abkommt und in mein Wohnzimmer kracht und die Versicherung mir dann einen brandneuen Fernseher zahlt, sich jedoch auf diese Weise die Wohnung möblieren zu lassen, ist schon etwas verrückt.
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18.08.2008 um 16:01:55
Der Trendsetter hats im Blut
Da war dieser hippe Kerl mit der einen Krücke am Bahnhof in Adliswil. Ob die Krücke aber ein therapeutisches Instrument war oder einfach ein trendiges Accessoire, kann ich beim besten Willen nicht sagen, denn aus dem Rhythmus, mit dem er diese als Gehhilfe benutzte, liessen sich unmöglich Rückschlüsse auf eine Verletzung ziehen. Nun gut, ich bin kein Arzt, daher will ich nicht ausschliessen, dass es körperliche Havarien gibt, die es nötig machen zweimal das eine, dann einmal das andere Bein zu entlasten und zwischendurch mit verschnörkelten Griffwechseln auch den rechten Arme, doch drängte sich mir nichtsdestotrotz ein ganz anderer Verdacht auf: Könnte es nicht sein, dass ein trendsetzendes Modebewusstsein vielleicht am Ende gar nichts anderes ist als die Unfähigkeit den Rhythmus zu halten kombiniert mit einem ausgeprägten Charisma?
Das würde nämlich einerseits erklären, wieso beispielsweise eine gewisse Szene auch im Sommer Zipfelmützen zu tragen begonnen hat, und andererseits, weshalb sich gewisse Trends wie diese abscheulichen Leggins in unregelmässigen Abständen zu wiederholen scheinen.
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14.08.2008 um 07:07:04
Astrotheologie III
Die Sterne am Firmament sind die Versuche Gottes Steine zu erschaffen, die er selbst nicht mehr heben kann. Sein Scheitern ist unser Leben.
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02.08.2008 um 23:59:28
Grillieren mit Liiisi
Für einen Herrscher, respektive dessen Stellvertreter war es schon immer von Vorteil, wenn dieser das Ergebnis einer Jungfrauengeburt entsprang, denn auf diese Weise hatte offenbar Gott seine "Hand" mit im Spiel und alles, was der besagte Herrscher dann tat oder sagte, verfügte automatisch über den göttlichen Odem.
Die Biologen lassen sich natürlich für gewöhnlich solch krumme Touren in ihrem Rayon nicht bieten, doch wurden sie mit dem Konzept der Parthenogenese zumindest so lange ruhig gestellt, bis ihnen auffiel, dass dann aber der Spross konsequenterweise weiblich hätte sein müssen. Die Zeit reichte jedoch für gewöhnlich aus um einen Scheiterhaufen aufzustellen und sich der Ketzer elegant zu entledigen.
Eine andere Möglichkeit die Jungfrauengeburt zu erklären, ohne dabei die eigene CO2-Bilanz zu ruinieren, ist die so genannte "Kulinarische Orgasmogenese". Wie bereits jedem Kleinkind bekannt sein dürfte, ist die nötige Voraussetzung für Nachwuchs nicht etwa die Kopulation sondern das "Sich sehr, sehr doll Liebhaben" der Eltern.
Etwas reifere Semester wissen natürlich, dass da - wenn irgend möglich - auch noch ein Orgasmus mit von der Partie sein sollte. Die Schlussfolgerung liegt daher nahe, dass Josef Maria wohl tatsächlich auf eine andere, eher unorthodoxe Weise zum Höhepunkt gebracht haben könnte. Und da ich die Existenz Gottes ja kategorisch ausschliesse, glaube ich, dass es seine Lokschenkigel waren. Und ich glaube, dass die beinahe schon zwanghafte Überzeugung Jesu, sein Leib sei Brot und sein Blut Wein, eine unmittelbare Folge davon war. Des weiteren glaube ich, dass die unbefleckte Empfängnis Marias die kaum mehr als solche identifizierbare Vorlage für die Restaurant-Szene in "When Harry met Sally…" war. Und zu guter Letzt glaube ich auch, dass die Biologen - wo doch der Grill bereits angeschmissen war - wohl am besten mit Ingwer, Knoblauch und Limetten geschmeckt hätten. Und dazu ein Gläschen Torrontes?
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16.07.2008 um 22:17:29
Armeechef Nef
Seine Freundin hat ihn verlassen. Das ist, wie wir alle wissen, eine traumatische Niederlage, doch ein Soldat muss im Gefecht auch Rückschläge einstecken können. Er muss selbst dann noch klaren Kopf bewahre und weiterkämpfen, wenn die Lage für ihn aussichtslos erscheint. Es liegt schliesslich nicht am Soldaten zu entscheiden, wann Schluss ist - wo kämen wir da hin? Und wenn alles andere nicht mehr funktioniert, so verlegt er sich eben auf die Guerillia-Kriegsführung. Verschickt eMails und sms und schreckt auch vor nächtlichen Telefonaten nicht zurück. Was ein echter Soldat ist, der hört nicht eher auf, als bis ihm eine legitime Instanz Einhalt gebietet. Also der Offizier, die Uno oder das Landgericht. Wäre ja zu schön, wenn dies der Feind tun könnte.
Ich plädiere daher nicht nur dafür Armeechef Nef im Amt zu belassen, sondern ihm zusätzlich noch einen Orden für Tapferkeit vor dem Feind zu verleihen, denn er hat sich seiner Ex gegenüber mit militärische Disziplin verhalten, die weit über das hinaus ging, was man von einem braven Soldaten hätte erwarten dürfen.
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03.07.2008 um 17:56:06
Chuchichäschtli
Als Bewiis, dass s’SmUP zwar universalisiert deför aber ned globalisiert isch und d’Artikel do im DisOrganizer ned öpe in Bangalore verfasst und in Kuala Lumpur redigiert wärdet, schriib ech dä text jetzt uf buuretüdsch. Das wörd die Offshore-Hoschis doch dörenand bringe, oder?
Ond wenn das tatsächlich so isch - ech meine das met dem durenandbringe vo de Offshore-Hoschis - denn wär veelecht de Lokalkolorit s’ultimative Heilmittel gäge d’Globalisierig.
Wenn alli numeno di glich Sproch rede wördet, was heti das wohl för Folge? Massetierhaltig wär jo au en glatti Sach, wenn die ned au de Afang vo Epidemie wär. Bedütet das, dass wenn aui nume no änglisch parlieret, dass denn so öpis wien en sprochliche Virus chönt usbräche? Was wörd dä wol aastelle mit üs? Ond wie wörd ers wol tue?
En grossi Population het en langsameri genetischi Entwicklig, well d’Mutatione i de Gen eher weder neutralisiert wärdet. Entsprächend glingt denn au d’Aapassig nöme so schnell. Öbertreit chönt das heisse, dass sech denn d’Sproch nöme a di sech änderndi Umwält chan aapasse und mer denn meh und meh müe werdet ha eus träffend uszdröcke. Und dass es denn irgendwenn emol zumene Kollaps wird cho, welle d’Mönschheit weder in chlini Steizithorde zerfalle loht, wo eri Sproche werdet rede, wien ine d’Schnörre gwachse isch.
Okay, das isch natürlech s’Wörschtkeisszenraio. Wenn mer Glöck hend fömmer au eifach alli a z’lisple.
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29.06.2008 um 10:20:43
Bücher schleppen...
Um wie viel einfacher wäre doch das Zügeln, wenn wir unsere Bücher nicht mit Druckerschwärze auf Papier sondern in Rauchzeichen schreiben würden? Mit einem gewöhnlichen Handventilator liesse sich im Nu eine ganze Bibliothek zügeln und wenn man die Geduld hat, auf die richtige Windrichtung zu warten, so könnte man selbst auf diesen verzichten.
Okay, diese Form der Literatur ist von Standpunkt der CO2-Bilanz nicht ganz unbedenklich und der Platzbedarf, den die gesammelten Werke von Karl May beanspruchen würden, würde sich im Mietpreis der Wohnung wohl spürbar bemerkbar machen, doch bezweifle ich nicht, dass man diese Probleme mit einer geeigneten Codierung schon irgendwie in den Griff kriegen könnte. Das Kriterium wäre, dass man den gesamten Text eines Buches maximal allein mit dem Rauch, den es produziert, wenn man es verbrennt, festhalten müsste.
Und wenn wir die Sache etwas esoterischer angehen, und uns klar machen, dass der Rauch eines verbrannten Buches ja mit dessen Inhalt in Verbindung stand, so ist die Information eigentlich auch später noch vorhanden - bloss für den Laien nicht mehr so bewusst lesbar. Und wenn wir uns veranschaulichen, mit wie viel Luft der Rauch mit der Zeit verdünnt wird, so kommt es zu allem Überfluss noch zu einer gewaltigen Potenzierung.
Fazit: Liebe Diktatoren, überlegt euch das mit der Bücherverbrennung lieber noch einmal, denn die Ideen, die ihr damit auszumerzen versucht, verstauben dann nicht mehr einfach in irgend einer stickigen Bibliothek, sondern entfalten nur umso stärker ihre hömoöpatische Wirkung und befreien euer geliebtes unterdrücktes Volk von Blähungen, Nierensteinen und Warzen wie euch.
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11.06.2008 um 13:54:08
Die Wirtschaft boomt
Die Rüstungsausgaben steigen weltweit munter weiter und die Terrorbekämpfung floriert und ist zu einem bedeutenden, globalen Wirtschaftzweig herangewachsen. Da ist es nicht verwunderlich, dass nun auch Branchen mitzumischen beginnen, die man bis anhin nicht unbedingt mit diesem Gewerbe in Verbindung gebracht hätte. Es ist in der Tat ausserordentlich verblüffend, was man nicht alles zur Terrorbekämpfung verwenden kann.
Die Textilindustrie versieht ihre Stoffe mit Fasern, die Herzfrequenz, Blutdruck und dogmatische Verklärung messen und diese Daten über GPS an eine zentrale Datenbank senden. Und man arbeitet an webbaren Sprengstoffen und schmutzabweisenden Geweben.
Auf Esoterik-Messen findet man immer häufiger homöopathisch Mittel, die gegen den Terror schützen sollen. Selbsternannte Experten schwören zurzeit besonders auf die so genannten NY911-Globuli. Diese bestehen aus D23 potenziertem Word Trade Center Staub und sollen den Patienten davor schützen, dass sich irgendwer mit einer Boing in dessen Haus stürzt.
Die Baubranche versieht ihre Häuser, Brücken und Strassen mittlerweile mit Sollbruchstellen, die im Fall einer gewaltsamen Zerstörung ein als Logo arrangiertes Trümmermuster hinterlassen. Dies ist allein schon deshalb ein äusserst lukratives Geschäft, da für die gleiche bauliche Massnahme sowohl die Al-Qaida als auch der Patriot-Act-Fond aufkommen - das sich Bekennen zu den Anschlägen ist schliesslich für beide Seiten wertvolle Publicity.
Da jedoch nur selten jemand in Fragebögen das Feld ankreuzt, wo er die Zugehörigkeit zu einem anerkannten Terrornetzwerk bestätigt, haben die Banken, welche es bei der Kreditvergabe durchaus interessiert, ob ein bestimmter Haushalt eine Schläferzelle ist, inzwischen Modelle entwickelt, die das aus der Kombination von verschiedenen Faktoren eruieren und in die Bonität des Kunden mit einfliessen lassen können.
Eiscreme-Hersteller beliefern Guantanamo, wo mit ihren Produkten einerseits die Wächter erfrischt und andererseits die feindlichen Kombattanten gefoltert werden: Wenn die Verdächtigen nach dem Verhör nämlich mit kalten Füssen in die Zellen zurückkehren, erzeugt das einen ungeheuren psychologischen Stress in der Schlafgemeinschaft.
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09.06.2008 um 17:24:48
Auslaufende Lizenzmodelle
Die Doppelnull-Agenten haben ausgedient. Die Damenwelt kann sich heute selbst behaupten und das Kerngeschäft wurde ohnehin schon längst an Drittfirmen wie Dignitas und Exit outgesourcet. Die sind billiger und wesentlich humaner.
Heute werden Leute mit der Lizenz zum Shreddern benötigt. Kaltblütige Aktenvernichter. Diskrete Bewahrer der Nationalen Sicherheit. Nicht schmutzige Geschäfte müssen vertuscht werden, sondern das, was damit zu Tage gefördert wird.
Notiz: Muss unbedingt an die Presse durchsickern lassen, dass ich heute Projektakten geshreddert habe und dass der Abfalleimer vor dem Starbucks in Oerlikon nicht nach Fisch gestunken hat. Und morgen unbedingt dementieren, dass mein Killer-Geisha-Kommando je auf den Shetland Inseln im Einsatz war.
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06.06.2008 um 13:19:13
Das Bankwörterbuch kenn keine Ninjas
Ich habe gestern im Geschäft einem Walliser etwas ausgeliehen und als Motivation es mir auch wieder zurück zu bringen, habe ich ihm gedroht andernfalls meine Ninjas auf ihn zu hetzen. Statt vor entsetzen zu erstarren, begann er jedoch zu strahlen. Wie sich dann herausstellte, war er überzeugt davon, dass Ninjas hübsche Frauen seien. Kein Wunder laufen die Walliser mit einem solch sonnigen Gemüt durch die Gegend: Wenn sie schon das Trübsal dieser grausamen Welt verdrängen, dann aber mit Stil!
Vielleicht hat er aber auch einfach Ninjas mit Geishas verwechselt (oder ich in einem schwachen, freudschen Moment). Wie auch immer, ich finde die Idee Klasse und werde mir gleich mein eigenes Killer-Geisha-Kommando zusammenstellen. Das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.
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